Letzten Samstag haben wir uns als "Zuagroaste" mal wieder ein wenig bayrische Kultur angetan.
Unsere private Fremdenführerin haben wir in Garmisch abgeholt und sind dann Richtung Graswangtal aufgebrochen.
Unser erstes Ziel war das Schloss Linderhof mit seinen Parkanlagen. Zwar hat uns unsere Fremdenführern vorgewarnt, das es im Moment noch nicht so schön sei, da ja noch nicht alle Beete bepflanzt und vorallem die Statuen noch verpackt seien, aber so hatten wir die Möglichkeit uns ohne die Massen an Besucherströmen in aller Ruhe mal die grundlegenden architektonischen Maßnahmen von König Ludwig II. anzusehen. Ein weitere Punkt war das wir unsere Hunde dabei hatten und somit eh keine Besichtigung des Schlossinneren vornehmen konnten. Dafür hat die Bayerische Schlösserverwaltung auch eine recht schicke Seite gebaut.
Ludwig wollte entweder eine Nachempfindung des Schlossens zu Versaille oder einen großen byzantinischen Palast bauen. Beide Ideen fanden jedoch keine Verwirklichung.
Man konzentrierte sich vielmehr auf die Erweiterung des bereits bestehenden Försterhäuschens welches Ludwig mit seinem Vater Maximilian II. zu Jagdausflügen nutzte. Den Aus- und Umbau bis hin zum Schloss Linderhof war das einizge Bauvorhaben, welches Ludwig bis zur Vollendung erlebte.
Zunächst wurde das Försterhaus in ein, Ludwigs Bedürfnissen entsprechendes, Königshäuschen umgebaut. Bis dahin wurden die Erweiterungen noch viel mit Holz ausgearbeitet. Auf alten Ölgemälden kann man das doch recht unscheinbare Äussere sehen, welches nichts von dem bereits zu dieser Zeit vorherrschenden Prunk im Innern erahnen ließ.
Erst 1873 genehmigte Ludwig II. dann eine Planung in der das bestehende Holzständerwerk mit festem Mauerwerk ummantelt werden sollte.
1874 Wurde dann der endgültige Platz festgelegt. 200 Meter von seinem ursprünglichen Standort auf seinen heutigen Platz. Erst jetzt wurde auch die Endgültige äussere Fassade das Schlosses fertiggestellt.
1876 war das Schloss dann Innen wie Aussen soweit fertig.
Der Hofgartendirektor Carl Joseph von Effner legte 1874 die Planung der Gartenanlage vor, da durch die Erweiterung von einem Försterhäuschen zu einem Schloss nun das gesamte Umfeld des Gebäudes einen passenderen Anstrich bedurfte.
1885 - 1886 wurde dann noch einmal das Schlafzimmer erweitert, was eine Erneuerung der Nordfassade sowie eine neue Bedachung notwendig machten. Die Fertigstellung des Schlafgemachs erlebte Ludwig allerdings nicht mehr.

Hier sieht man den Brunnen der auf der Rückseite des Schlosses Linderhof steht. Es zeigt wohl den Gott Poseidon mit Pferden und männlichen Versionen von Meerjungfrauen, die aus dem Berg hervorbrechen.

Ein paar Beete waren zwar schon bepflanzt aber wenn wir in ein paar Wochen nocheinmal zu Besuch auf Schloss Linderhof sein werden, dann werden wir die Beete in voller Blütenpracht bestaunen und fotografieren können.

Die Statuen sind um das gesamte Gebäude in Erkern platziert.
Nachdem wir noch die Andenkenläden und ihre Auslegeware begutachtet haben sind wir zurück zum Auto und Richtung Ettaler Kloster gefahren.