Die Gründe für Gründung des Klosters sind bis heute noch nicht ausreichend geklärt. Einige historische Hinweise sprechen davon das Kaiser Ludwig der IV. das Tal der Frau Maria angelobte. Das allerdings dies auf der Ritterlichen Regel gründet "... unserm Herren als loblich und als andechtichlich darinne gedient werde, daz wir und alle unser Vordern und Nachkommen, und alle Krisenheit an Sel und an Leib gen Got getröstet werden ..." scheint recht unwarscheinlich.
Vermutlich liegt es auch darin begründet die Handelswege zwischen Augsburg und Verona zu erschliessen und zu sichern.
Eine Legende über die Gründung berichtet, das dem Kaiser in mißlicher Lage ein Mönch erschienen sein soll, der ihm gegen ein Gelübte Hilfe versprach.
Aufgrund des Gelübtes solle der Kaiser an beschriebener Stelle ein Kloster bauen, oder wie es im altdeutschen eher hies: zur Ehre Gottes und der Gottesmutter bauen. Der Kaiser ging auf diesen Handel ein und erhielt von dem Mönch eine überreichte Ihm ein Marienbildnis aus Marmor. Die Befreiung aus der mißlichen Lage lies dann wohl auch nicht lange auf sich warten und als der Kaiser in Partenkirchen station machte, lies er sich von einem Jäger die vom Mönch beschriebene Stelle zeigen. Dort angekommen soll sich das Pferd des Kaisers drei mal hintereinander niedergelegt haben. Somit war die Stelle an der das Kloster gebaut werden sollte auch gefunden.
Im 30-Jährigen Krieg wird im Mai 1552 dem Kloster durch die Truppen von Moritz von Sachsen großer Schaden zugefügt. Der Abt Ottmar Goppelzrieder festigt gegen Ende des 17 Jahrhunderts allerdings wieder etwas die Wirtschaftslage. Er gründet die Klosterbrauerei, den Klostergasthof und lässt die Strasse nach Oberau ausbauen.
1632 kommt es allerdings durch den Schwedeneinfall zu schweren Rückschlägen, von dem sich das Kloster nach dem Krieg allerdings schnell wieder erholen kann.
2 Jahre nach dem Amtsantritt von Abt Placidus Seiz II (Geb.:1671 Gest.:1736, Amtsantritt: 22.01.1709)
wurde durch den Abt der Grundstein für die Tradition des Klosters gelegt, in dem er die Ritterakademie ins Leben rief.
Der Lehrplan wich stark von der sonst allgemeinen Schulbildung ab.
Neben Latein wurden die neueren Sprachen wie französisch und italienisch aber auch Geografie und Geschichte hinzugefügt. Ebenfalls fanden Fächer die Tanzen, Fechten und Reiten anwendung.
Bereits 1722 ist Ettal so stark besucht das der Abt mehrere Anmeldungen von Schülern abweisen muss.
Allerdings hält diese Zeit nur bis zum Jahre 1741, als durch den Erbfolgekrieg von Österreich viele Eltern der Schüler zahlungsunfähig machte und die Schüler aus den österreichischen Erblanden abberufen wurden.
Der Brand des Klosters schliesslich 1744 der zwar die Ritterakademie verschonte, aber da sKloster bis auf die Grundmauern vernichtete, zwang die Geistlichen in die Akademie umzuziehen.
Erst 1905 wurde der Schulbetrieb im Ettaler Kloster wieder aufgenommen.
Mittlerweile verfügt das Internat über 150 Plätze, rein nur für Jungen der Klassen 5-13.
Wobei im Gymnasium Ettal wohl aber auch mittlerweile Mädchen unterrichtet werden.
Im Informationsflyer sind alle wichtigen Daten aufgelistet.

Frontansicht des Kloster Ettal

Hier ist einer der Altare in der Kirche des Kloster Ettals abgebildet. Links davon eine Kanzel von der gepredigt wird.

Die Kuppel der Kirche vom Kloster Ettal ist mit einem wundervollen Gemälde verziert. Leider versperrt ein massiver Kronleuchter den Blick.